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5 Tipps: Stressfrei unterwegs – Teil 3
Nur ein Traum?

Teil 1 der Serie findest du >>> HIER
Teil 2 der Serie findest du >>> HIER
Was gibt es Schöneres als mit deinem Hund entspannt unterwegs zu sein. Gemeinsam die Natur zu genießen, über Felder, Wiesen zu laufen, dabei deinen Hund an deiner Seite, der dir freudig und aufmerksam folgt. Wäre das dein Traum?

Es muss nicht nur dein Traum bleiben sondern wir helfen dir heute dabei, dass du deinem Ziel einen großen Schritt näher kommen kannst. Denn wir möchten dir das hündische Verhalten im 3. Umfeld (Wald, Wiese, Stadt usw.)  näher bringen, damit es für dich unterwegs entspannter wird.

Viele aufregende Reize

Wir möchten die Natur genießen und spazieren gehen, dabei soll dein Hund einfach nur so mit dir laufen, in deiner Nähe bleiben, auf dich achten und natürlich sollte er es auch toll finden, so mit dir unterwegs zu sein. Dies wäre dein Ziel. Du stellst aber fest, dass dein Hund in bestimmten Situationen unerwünschtes Verhalten zeigt, wie Menschen anspringen, oder Radfahrer hinterherlaufen, zu Artgenossen rennt, sich schlecht abrufen lässt, wenn er mit Schnüffeln beschäftigt ist. Er ist immer mit etwas anderem beschäftigt als mit dir. Auch wenn du mit ihm in die Stadt gehen möchtest, ist das eine mittlere Katastrophe. Du bist total genervt,  weil er wie verrückt an der Leine zieht, Menschen und auch Artgenossen anbellt. Es macht dich nicht nur traurig sondern du bist auch manchmal richtig sauer auf ihn, weil du einfach keinen Ausweg siehst. Vieles hast du schon probiert, aber wirklich längerfristigen Erfolg hattest du bisher nicht. Es passiert immer alles plötzlich und unerwartet, er reagiert heftig auf Reize und ist dann kaum zu kontrollieren. Ist das so? Warum?

Sozial lebender Beutegreifer

Hast du dich aber jemals gefragt, warum dein Hund in solchen Situationen genau so reagiert? Nun, wie du sicherlich schon erfahren hast (in meinen 1.und 2.  Artikel), besitzt auch dein Hund die Fähigkeit sich an seiner Umwelt, aber auch seinen Menschen (Bezugsperson) anzupassen. Aber warum funktioniert das nicht in solchen Situationen? Warum hat er da doch möglicherweise ein Problem? Ganz einfach – dein Hund hat ganz andere Bedürfnisse wie du, und verfolgt  deshalb beim Spaziergang  ein ganz anderes Ziel. Was könnte das sein?

Jede Hunderasse wurde auf eine bestimmte Funktion (Eigenschaften) selektiert und gezüchtet. Genau diese Eigenschaften werden aber eigentlich in unserer Gesellschaft nicht erwünscht sondern man möchte sie einfach abstellen. Sie passen nicht in unseren Alltag, werden also nicht mehr gebraucht. Dennoch sind sie aber immer noch bei jeder Rasse vorhanden. Konsequenz? Man möchte einfach diese Eigenschaft z.B. jagen unterdrücken oder gar abstellen. Die Gesellschaft hat sich verändert sowie auch unsere Bedürfnisse. Der Hund spielt dabei eine wesentliche Rolle in unserem Leben.  

Bei der Anschaffung eines Hundes wird überwiegend darauf geachtet, dass sein äußeres Erscheinungsbild unserer Vorstellung entspricht. Er soll uns optisch gefallen. Dabei wird aber die Funktion der Rasse und deren angeborenen Eigenschaften außer Acht gelassen. Wir fragen uns nicht, ob er sich mit seinen speziellen Eigenschaften überhaupt in unserer Familie anpassen kann. Wir sollten die Rolle des Hundes in unserer Familie überdenken.

Wie können wir nun trotzdem zu einem gemeinsamen Nenner kommen, wenn wir doch so verschiedene Bedürfnisse haben und Ziele haben? Können wir denn den Hunden in unserer Gesellschaft überhaupt gerecht werden? Wo wir doch so verschieden sind.

Andere Rolle und Sichtweise

Ganz einfach – wir nutzen und fördern seine Talente und Fähigkeiten. Wir respektieren seine genetischen Veranlagungen und bieten ihm nicht nur einen Schlafplatz, Futter und Spieleinheiten bzw. Spaziergang an. Sondern wir ermöglichen ihm, dass er seine Veranlagungen z.B. das Jagen (sein angeborenes Bedürfnis) mit uns gemeinsam ausleben darf. Es gibt dabei viele Möglichkeiten dies in unseren Alltag zu integrieren, damit du wieder mehr Spaß und Freude hast mit ihm unterwegs zu sein.

Spaß und Freude erleben

Durch die gemeinsame, sinnvolle Beschäftigung bekommst du einen anderen Stellenwert (Zentralrolle) für deinen Hund. Auf diese Art lernst du die Fähigkeiten und Talente deines Hundes  kennen. Ihr beide erlebt somit zusammen  viel mehr Freude und Spaß miteinander (Körpersprache und gemeinsames Ziel). Die beste Voraussetzung für ein Top Team.

Wir haben für dich diese 5 Tipps zusammen gestellt:

  1. Suche dir für den Anfang erstmal ruhige Orte, um mit deinem Hund unterwegs zu sein, (wenig Ablenkungsreize)
    Konzentriere dich nur auf deinen Hund. Andere Dinge sollten nun nicht wichtiger sein (Handy usw.)
  2. Ist er nicht aufmerksam, warte ab bis er sich beruhigt hat. In der Ruhe liegt die Kraft. Gemeinsam abwarten.
  3. Reagiert er auf bestimmte Reize (Fahrradfahrer, Menschen) schimpfe ihn nicht, sondern bewahre Ruhe in dieser Situation und gehe erstmal auf Abstand von den Reizen und bleib an diesem Ort.
  4. Zieht er an der Leine und ist sehr aufgeregt, bleib erstmal stehen und warte ab. Beginne nun mit einem Richtungswechsel.
  5. Bleib dabei immer wieder mal stehen. Ist er nun aufmerksamer und schaut dich an, dann beginne mit einer gemeinsamen Beschäftigung.

Vielleicht schreibst du uns mal, wie es dir dabei ergangen ist.

Denn wir helfen dir gerne weiter und machen uns stark für dich, damit du dein Ziel, stressfrei mit deinem Hund unterwegs zu sein, auch erreichen kannst.

Es grüßt euch herzlichst euer Hunde Naturell Team

Sabine & Uli