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Es begann alles mit einem Ups-Wurf…

Am 23. Juni 2000 wurde unser Mischlingsrüde „Tim“ geboren. Dieser Wurf war nicht geplant sondern ein Ups Wurf.
Eine Freundin rief an und fragte, ob wir mal vorbei kommen möchten  – nur mal schauen…wir haben Welpen.
Wir fuhren zu unserer Freundin. Meine Tochter verliebte sich auf Anhieb in den kleinen Tim, der anders war als seine Wurfgeschwister. Er sah anders aus und war übrig geblieben aus dem Wurf. Er war nicht so hübsch gezeichnet,
wie seine Wurfgeschwister. Zudem fiel uns auf, dass er sehr schüchtern und zurückhaltend zu Fremden war,
aber zu unserer Tochter hatte er vertrauen. Denn er lief direkt zu ihr und krabbelte auf ihren Arm und leckte ihr am Ohr,
und schon war es geschehen. Wir entschieden nach unseren Herzen und nicht nach unseren Verstand. Er zog bei uns ein.

Die ersten aufregenden Wochen im neuen Zuhause

Am Anfang lief alles noch sehr gut, er war ja noch klein und unproblematisch, wurde schnell stubenrein, bellte nicht, einfach traumhaft.

Tim wuchs heran und  veränderte sich….

Die Zeit verging und er wuchs zum Junghund heran mit einer beachtlichen Größe. Mittlerweile zog er an der Leine und machte sich selbständig die Türen auf. Er fing an unterwegs die Kinder 6 und 9 Jahre, zu kontrollieren. Ohren einfach auf  Durchzug. Wir waren überfordert und ratlos. So konnte es nicht mehr weitergehen, denn es war nur noch purer Stress mit ihm unterwegs zu sein. Deshalb beschlossen wir uns einige Hundeschulen anzuschauen.

Leider war es weitaus schwieriger als gedacht. Denn er nahm ja auch kein Leckerchen aus der Hand und schon gar nicht von einem Trainer. Er war halt anders als die anderen Hunde. Er verkroch sich immer zwischen unseren Beinen und wollte nicht mit den anderen Hunden spielen. War das normal?

Erst durch Zufall durch unsere Nachbarin, die einen Flat Coated Retriever  besaß, wurden wir auf die Hundeschule Natural Dogmanship aufmerksam. Was unser Leben erstmal  auf den Kopf gestellt hat. Wir lernten umzudenken und es ging langsam wieder aufwärts.

Wir fühlten uns in dieser Hundeschule endlich gut aufgehoben. Tim lernte sehr schnell und wir fanden es immer sehr  spannend und interessant, wie einfach man durch  sein eigenes Vorbildverhalten den Hund erziehen konnte und alle aus unserer Familie hatten richtig Spaß an den einzelnen Übungen. Es lief richtig gut. Aber dann kam die Pubertät und das Unglück was erstmal alles zerstörte, was wir uns mühevoll aufgebaut hatten.

Traumata mit gesundheitlichen Folgen…

Tim wurde nach der Gruppenstunde in der Hundeschule von einem Rüden gebissen und verletzt. Leider waren die Umstände so unglücklich, dass diese Verletzung sein ganzes Leben entscheidend  beeinflusst hat. Denn nach diesem Vorfall, den wir erstmal nicht so ernst genommen hatten,  sind wir zunächst nicht zum Tierarzt gefahren, weil wir so äußerlich keine Verletzung feststellen konnten. Warum auch? Tim benahm sich normal wie immer. Bis auf einmal nach zwei Wochen an seiner linken Brust eine dicke Beule zu sehen war. Nun fuhren wir zum Tierarzt und er stellte fest: Das dies nur durch einen Hundebiss gekommen sein kann. Es war ein kaltes Abszess. Wir waren geschockt. War dieser Hundebiss doch weitaus schlimmer, als wir es damals eingeschätzt hatten?

Wir hatten keine Zeit mehr darüber zu grübeln sondern wir mussten plötzlich  einer Notoperation zustimmen. Wir hatten große Angst  ihn zu verlieren. Aber Tim war ein Kämpfer und überstand diese OP gut. Doch nach ein paar Tagen bildete sich Wundwasser, welches immer wieder punktiert werden musste. Sie gaben uns nicht viel Hoffnung. Fieberschübe kamen hinzu, aber Tim war weiterhin tapfer, apportierte als wäre er gar nicht krank.  Die Antibiotika halfen nicht mehr.  Im Gegenteil sein Zustand verschlimmerte sich. Durchfall und Erbrechen. Wir waren verzweifelt und wussten nicht, wie es weiter gehen sollte. Einschläfern?? Nein, niemals…Er war doch sonst fit, er fraß gerne sein Futter und apportierte freudig seinen Beutel.

 Glück im Pech

Aber das Glück ließ uns nicht im Stich. Wir trafen  jemanden, der uns eine Adresse gab, den Hund anders zu therapieren. Es war eine Heilpraktikerin ganz in unserer Nähe. Die Behandlung schlug erst nur mäßig an. Wir mussten uns sehr gedulden aber wir hielten durch. Und endlich: das Abszess ging auf und verheilte.

 

Gesundheit & Verhalten (Opferrolle)

Aber das Glück dauerte nicht lange: Er hatte hin und wieder immer noch gesundheitliche Probleme. Galle Erbrechen und Durchfälle hielten an,  besonders wenn wir unterwegs waren und es zu unschönen Hundebegegnungen kam. Denn er wurde immer wieder erneut Opfer weiterer Attacken von Hunden,  die aber zum Glück ohne körperlichen Verletzungen glimpflich ausgingen.

Traumatas

Aber genau diese Erlebnisse waren weitaus schlimmer als das körperliche Leid, was man ja gut behandeln kann. Er wurde mehrfach traumatisiert mit ihm auch seine Menschenfamilie. Wir hatten nun Angst mit ihm unterwegs zu sein. Tim wurde dadurch sehr unsicher. Flucht nach vorne war seine Lösung. Leine ziehen. Warum wurde er immer wieder Opfer? Lag es an seinem Verhalten? Oder was machten wir falsch?

Therapie…

Tim wurde eine richtige Herausforderung für die ganze Familie.  Denn Tim reagierte auf alle Geschehnisse  sehr sensibel.  Wir beschäftigten uns mit dem Thema Naturheilmitteln und Ernährung. Schauten nach geeigneten Futtersorten um, studierten deren Inhaltsstoffe und beobachtete, was ihm gut tat und fand so einiges heraus.

Tim bekam nur noch das Trockenfutter, keine Leckerlies zum Futter sondern wir arbeiteten nur einmal am Tag intensiv mit ihm, ja und Dank der sehr guten Begleitung der Hundeschule, arbeiteten wir weiter an seinen traumatischen Erlebnissen. Ihn aufzugeben kam für uns niemals in Frage. Denn er gehörte ja schließlich zur Familie und war mittlerweile ein Teil von unserer Familie geworden.

Unglaublich …

Und so geschah es, wir erreichten etwas was eigentlich unvorstellbar war, er wurde gesund und begann auch wieder Vertrauen aufzubauen zu anderen Artgenossen.

Tim´s Geschichte wurde bekannt, denn sie war sehr außergewöhnlich. Immer mehr Menschen interessierten sich auf einmal für uns.

 

Pressebericht Rhein-Zeitung

Fachzeitschrift Partner/Hund

Ein Happy End auf der Bühne
(Auftritt Freudenberg/Büschergrund)

Man findet uns in Büchern von Jan Nijboer, Presseberichten. Tim wurde von uns als Filmhund ausgebildet (ZDF und VOX), viele öffentliche Auftritte mit Kindern, als Schulbesuchshund, er war ein wunderbarer Ziehvater unserer Welpen. Er wurde ein Vorbild für viele Hund/Mensch Teams in unserer Hundeschule.

ZDF-Sendung „Umwelt“ mit Jan Niboer, Sabine und Tim

Filmaufnahmen für das ZDF (Sendung „Umwelt“)

Auftritt beim Wissener Jahrmarkt

Besuch in der Grundschule (Hamm/Sieg)

Im Jahr 2006 beschlossen wir dann ein weiteres Familienmitglied zu uns zu holen. Nach langer Suche zog ein kleiner Fellknäuel ein:

Unsere kleine Border Collie Hündin,  Sternzeichen „Löwin“,  Lucy Joy from Borders Paradise. Genau wie Tim eine kleine Kämpferin, die ihr Rudel liebt. Sie ist einfach sehr liebenswert, neugierig und aufgeschlossen. Wir lernten, was es bedeutet einen Border Collie zu besitzen und uns den Herausforderungen zu stellen.

Sie zeigte uns, dass man die Persönlichkeit eines Hundes respektieren sollte und nicht verändern kann. Wir lieben sie so, wie sie ist, denn sie hat auch unsere Herzen mit ihrem Charm erobert. Sie ist unsere kleine Prinzessin.

Gesundheit und Zucht

Im Jahr 2007 beschäftigten wir uns mit dem Thema Zucht.

Mehr erfahren

Sie schenkte uns 2 gesunde Würfe. Wir beschäftigten uns intensiv mit dem Thema „Gesundheit“ und lernten den Tierarzt Thomas Backhaus (Buchautor und Inhaber der Tierklinik „zur römischen Villa) kennen.

Neuer Weg in die Gesundheit

Wieder hieß es zu lernen und umzudenken. Aber es hat sich gelohnt. Es machte uns sehr viel Freude zu sehen, wie gut sich Tim entwickelte und auch unsere Hündin von den Strapazen der Geburten recht schnell wieder erholte.  Auch ihre Nachzuchten entwickelten sich prächtig.

Den ersten selbstgezogenen deutschen Schönheitschampion, Brian my Dream aus unserer Zuchtstätte, dürfen wir nun auf Shows präsentieren.

All dies hat Tim noch miterleben dürfen. Bis zuletzt hat er unsere Zusammenarbeit geliebt aber nicht nur das, sondern einfach das zu tun, was ihn Freude machte, sein Selbstwertgefühl steigerte, einfach dazu zu gehören und verstanden zu werden.

Er verstarb im Februar 2017 im Alter von fast 17 Jahren in unseren Armen.

Doch er lebt weiter in unseren Herzen und in den vielen Erinnerungen an ihn.

Den Weg, den wir mit ihm gegangen sind, sollte einen Sinn haben. Wir sind dankbar, dass wir mit ihm leben durften und über ihn soviel gelernt haben und nun dieses Wissen nun weitergeben dürfen.

Zwei Hunde und doch so verschieden.  Unser Lucy Joy hat genauso ihren Platz in unserem Familienrudel gefunden, wie damals Tim.  Sie ist so einzigartig.

Es macht uns große Freude mit ihr zu arbeiten, Spaß zu haben und wünschen uns, dass sie uns noch viele Jahre begleiten wird. Wir lieben diese Rasse. Einmal Border immer Border…

Und nun zu dem eher langweiligeren Teil…

Jahr

Qualifikation

2003

Prüfung Wesenstest – Gesellschaftsfähiger
Hund

Natural Dogmanship

2008

Prüfung zertifizierte Hundeerziehungs-
berater

Natural Dogmanship

2008

Züchterprüfung im
Club für Britische
Hütehunde

2009

Seminar zertifizierte Treibballtrainerin
Natural Dogmanship

2009

Rettungshunde Hundezentrum
Siegerland

2010

Seminare Ernährungs-
berater
Tierarzt
Thomas Backhaus

2011

Club für Britische
Hütehunde:
Geburt, Genetik,
Welpenaufzucht, Rechtsfragen

2012

Seminare
Blutanalysen-DFM
Tierarzt Th. Backhaus

2018

Seminare
Lasertherapie Tierarzt
Th. Backhaus

 

 

So nun hast du uns kennengelernt und du wünschst dir und deinen Hund einen entspannten Alltag?
Hast Spaß daran ihn besser kennenzulernen?

Wie? Wir sind da für dich!